| Mannigfaltigkeit | Dieser Text beschreibt Mannigfaltigkeit. Der untere Text beinhaltet die Mannigfaltigkeit Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Mannigfaltigkeit Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Mannigfaltigkeit fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Mannigfaltigkeit möglichst ausführlich zu halten.
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Mannigfaltigkeit Artikel
| differenzierbare Mannigfaltigkeit
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berührt die Spezialgebiete
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ist Spezialfall von
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umfasst als Spezialfälle
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Eine Mannigfaltigkeit ist ein topologischer Raum, der lokal einem gewöhnlichen Euklidischen Raum Rn gleicht.
Mannigfaltigkeiten sind der zentrale Gegenstand der Differentialgeometrie; sie haben bedeutende Anwendungen in der theoretischen Physik.
Buch-Tipp: Der wunde Punkt Gut Wie schon in seinem Erstwerk erweist sich der Autor auch hier als genauer Beobachter. Wobei weder Handlung noch Personen besonders oder außergewöhnlich erscheinen. Grundsätzlich ist das Buch unterhaltsam, hat aber auch dieses englischen TV-Familienserienflair. Kein Knaller, trotzdem lesenswert. . . | |
Ein gern gewähltes Beispiel für eine Mannigfaltigkeit ist eine Kugel (= Kugeloberfläche), anschaulich etwa die Erdoberfläche:
Jede Region der Erde kann man mit einer Karte auf eine Ebene abbilden.
Nähert man sich dem Rand der Karte, sollte man zu einer anderen Karte wechseln, die das angrenzende Gebiet darstellt. So kann man eine Mannigfaltigkeit durch einen vollständigen Satz von Karten vollständig beschreiben; man braucht dabei Regeln, wie sich beim Kartenwechsel die Karten überlappen. Die Dimension einer Mannigfaltigkeit entspricht der Dimension einer lokalen Karte; alle Karten haben die gleiche Dimension.
Wenn die Kartenwechsel hinreichend glatt sind, hat man eine differenzierbare Mannigfaltigkeit. Aus der Analysis bekannte Begriffe wie die Ableitung kann man auf natürliche Art auf differenzierbaren Mannigfaltigkeiten übertragen.
Eine Riemannsche Mannigfaltigkeit (nach Bernhard Riemann) besitzt mit der Riemannschen Metrik eine zusätzlichen Struktur, die es erlaubt, Winkel und Entfernungen zu bestimmen.
Warnung: Eine Kugel ist ein Beispiel für eine Mannigfaltigkeit, die in einen Euklidischen Raum höherer Dimension eingebettet ist. Eine solche Einbettung existiert nicht für jede Mannigfaltigkeit (vgl. Einbettungssatz von Whitney und Einbettungssatz von Nash ). Die mathematische Beschreibung von Mannigfaltigkeiten nimmt daher keinen Bezug auf einen Einbettungsraum.
In der Physik finden differenzierbare Mannigfaltigkeiten Verwendung als Phasenräume in der klassischen Mechanik und als vierdimensionale Pseudoriemannsche Mannigfaltigkeiten zur Beschreibung der Raum-Zeit in der Allgemeinen Relativitätstheorie und Kosmologie.
Buch-Tipp: Der wunde Punkt (BRIGITTE Hörbuchedition - Starke Stimmen. Die Männer.) unterhaltsamer Beziehungsroman zu dem Schmunzeln Das Hörbuch wird von Joachim Krol wunderbar, nuanciert und mitreißend vorgetragen, dass ich die 318 Minuten (4 CD's) am Liebsten möglichst in einem Stück hintereinander gehört hätte, was ca. auf einer langen Autofahrt möglich gewesen wäre. Die einzelnen Beziehungsprobleme der Protagonisten und... |
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Eine Kugel (=Kugeloberfläche) ist eine Mannigfaltigkeit ohne Rand. Das Innere einer Kugel dagegen ist eine Mannigfaltigkeit mit Rand; ihr Rand ist gerade die Kugeloberfläche. Wir verzichten hier auf eine technische Definition des Begriffs Rand (boundary) und weisen daraufhin, dass die in dem folgenden gegebenen Definition des Begriffs Mannigfaltigkeit nur Mannigfaltigkeiten ohne Ränder einschließt.
Mannigfaltigkeiten können orientierbar sein. Das bekannteste Beispiel einer nicht-orientierbaren Mannigfaltigkeiten ist das Möbiusband. Auch solche Mannigfaltigkeiten werden wir in dem weiteren nicht betrachten
Buch-Tipp: Differentialgeometrie. Kurven - Flächen - Mannigfaltigkeiten Das Buch " Differentialgeometrie. Kurven - Flächen - Mannigfaltigkeiten" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch. |
Topologische Mannigfaltigkeiten | |
Eine topologische n-Mannigfaltigkeit ist ein parakompakter Hausdorff-Raum, im jeder Punkt eine offene Umgebung besitzt, die homöomorph zu einer offenen Teilmenge von ist.
Mannigfaltigkeiten erben viele lokales Merkmalen vom Euklidischen Raum: sie sind lokal wegzusammenhängend, lokal kompakt und lokal metrisierbar.
Es ist nicht möglich alle Mannigfaltigkeiten zu klassifizieren.
Die zusammenhängenden 1-dimensionalen Mannigfaltigkeiten (ohne Rand) sind die reelle Zahlengerade und der Kreis .
Die Klassifikation der 2-Mannigfaltigkeiten ist ebenfalls bekannt, aber schon für die 3-Mannigfaltigkeiten ist das Problem ungelöst (für den Beweis der Poincaré-Vermutung sind 1. Tausend Tausend US-$ ausgelobt worden).
Die 4-dimensionalen Fälle können nicht klassifiziert werden (jede endlich-erzeugte Gruppe ist als Fundamentalgruppe eines solchen Raumes realisierbar).
Buch-Tipp: Duden - Komma, Punkt und alle anderen Satzzeichen Sinnvolle Investition Die einzelnen Kapitel sind in Abschnitte untergliedert, die jeweils einen Fall behandeln. Nicht ca. seltene und deshalb umso schwieriger zu entscheidende Fälle werden vorgestellt, sondern auch die Basis der Zeichensetzung findet sich hier. So hat der Leser einen guten Überblick über sämtliche Situationen, auf die man beim... |
Differenzierbare Mannigfaltigkeiten | |
Um differenzierbare Funktionen zu betrachten, reicht die Struktur einer topologischen Mannigfaltigkeit nicht aus.
Es sei M eine solche topologische n-Mannigfaltigkeit ohne Rand.
Eine offene Teilmenge von M, auf der ein Homöomorphismus zu einer offenen Menge von definiert ist, bezeichnet man eine Karte.
Eine Sammlung von Karten, die M überdecken, bezeichnet man einen Atlas von M.
Sich überlappende Karten induzieren einen Homöomorphismus (einen so genannten Kartenwechsel oder Koordinatenwechsel) zwischen offenen Teilmengen von .
Falls für einen Atlas alle solche Abbildungen k-mal differenzierbar sind, dann bezeichnet man einen Ck-Atlas.
Zwei Ck-Atlanten (der selben Mannigfaltigkeit) bezeichnet man exakt dann miteinander verträglich, wenn ihre Vereinigung wieder einen Ck-Atlas bildet.
Diese Verträglichkeit ist eine Äquivalenzrelation.
Eine Ck-Mannigfaltigkeit ist eine topologische Mannigfaltigkeit zusammen mit einem Ck-Atlas (eigentlich mit einer Äquivalenzklasse von Ck-Atlanten).
Glatte Mannigfaltigkeiten sind Mannigfaltigkeiten vom Typ .
Sind alle Kartenwechsel sogar analytisch, dann bezeichnet man die Mannigfaltigkeit ebenfalls analytisch oder auch Cω-Mannigfaltigkeit.
Auf einer Ck-Mannigfaltigkeit M bezeichnet man eine Funktion exakt dann s-mal differenzierbar ( ), wenn sie auf jeder Karte s-mal differenzierbar ist.
Zu jeder (parakompakten) Cr-Mannigfaltigkeit (r > 1) existiert ein Atlas der beliebig häufig differenzierbar oder sogar analytisch ist.
In der Tat ist diese Struktur sogar eindeutig, d.h. es ist keine Einschränkung der Allgemeinheit anzunehmen, dass jede Mannigfaltigkeit analytisch ist (wenn man von differenzierbaren Mannigfaltigkeiten redet). Diese Aussage ist aber für topologische Mannigfaltigkeiten der Dimension 4 oder höher nicht mehr unbedingt richtig:
So gibt es sowohl C0-Mannigfaltigkeiten, die keine differenzierbare Struktur besitzen, als auch C1-Mannigfaltigkeiten (oder auch Cω-M., s.o.), die als differenzierbare Mannigfaltigkeiten unterschiedlich, aber als topologische Mannigfaltigkeiten gleich sind.
Das bekannteste Beispiel für den zweiten Fall sind die so genannten exotischen 7-Sphären, die alle homöomorph zu (aber untereinander nicht diffeomorph) sind.
Da die topologische und die differenzierbare Kategorie in niedriger Dimension übereinstimmen sind solche Resultate leider ca. schwer zu veranschaulichen.== Tangentialbündel ==
An jedem Punkt p einer differenzierbaren (aber nicht einer topologischen) Mannigfaltigkeit findet man einen Tangentialraum.
In einer Karte heftet man an diesen Punkt einfach einen an und überlegt sich dann, dass das Differential eines Koordinatenwechsels an jedem Punkt einen linearen Isomorphismus definiert, der die Transformation des Tangentialraums in die andere Karte leistet.
Abstrakt definiert man den Tangentialraum an p entweder als den Raum der Derivationen an diesem Punkt oder den Raum von Äquivalenzklassen von differenzierbaren Kurven (wobei die Äquivalenzrelation angibt, wann die Geschwindigkeitvektoren zweier Kurven an p gleich sein sollen).
Die Vereinigung aller Tangentialräume einer Mannigfaltigkeit bildet ein Vektorbündel , das Tangentialbündel genannt wird.
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Riemannsche Mannigfaltigkeiten | |
Auf einer "nackten" differenzierbaren Mannigfaltigkeit ist es nicht möglich Abstände, Winkel oder Volumen zu bestimmen.
Die üblichste Art alle diese Größen festzulegen, ist die Angabe eines Skalarproduktes an jedem Punkt des Raumes (oder äquivalent einer orthonormalen Basis von Tangentialvektoren).
Eine solche Mannigfaltigkeit bezeichnet man dann Riemannsche Mannigfaltigkeit.
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Eine Lie-Gruppe G ist sowohl eine Mannigfaltigkeit als auch eine Gruppe. Man fordert, dass beide Strukturen miteinander verträglich sind.
Diese Objekte beschreiben typische Symmetrien von geometrischen Strukturen und physikalischen Systemen.
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